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Nachfolgend können Sie lesen, wie ich als Planerin, Gärtnerin und Betroffene (Körperbehinderte) über meine Tätigkeiten denke (Stichworte Außenraumplanung, Barrierefreiheit, Gartenplanung).


Fotografie von T. Päschel

Meine Planungs- und Beratungsphilosophie:
Ich versuche, Außenräume wie z.B. Hausgärten, öffentliche Grünanlagen und Parks, Naturerlebnispfade, Stadtplätze, Außenflächen von Kindergärten und Schulen so zu planen, dass sie für Niemanden ein Hindernis darstellen, also barrierefrei funktionieren. Um dies zu gewährleisten, kann ich als Planerin verschiedene Instrumente anwenden, z.B.:

-die DIN 18040 (früher DIN 18024 und 18025) zum barrierefreien Bauen sowie weitere Richtlinien und gesetzliche Vorgaben, die BF vorschreiben

-das EZN-Prinzip (von Silke Schwarz)
Die Gesamtsituation prozedural so durchdenken, dass Erreichbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit der Anlage gewährleistet sind

-Bewegungsabläufe beachten (von Roland König)
Menschliche Bewegungsabläufe sind höchst individuell und hängen von vielen Faktoren ab, z.B. von den anthropometrischen Maßen (Körpermaßen) und evtl. vorhandenen Handicaps durch bspw. Bewegungs- oder Sinnesbeeinträchtigungen

-OMK-Prinzip (von Volker Doose)
Orientierung, Mobilität und Kommunikation sind die drei Hauptbedürfnisse des Menschen, die wir als Planer zu beachten und zu ermöglichen haben. Die drei Faktoren bedingen sich gegenseitig.

Je früher die Belange der BF bei einem Planungsvorhaben berücksichtigt werden, desto besser und kostenschonender wird das Ergebnis sein, da nicht teuer nachgebessert werden muss und ALLE NutzerInnen der Anlage bzw. des Produktes dies zügig, gefahrfrei und ergonomisch tun können und so insgesamt eine Menge Geld, Kraft und Zeit eingespart wird. BF schafft also nicht nur eine bessere Lebensqualität sondern ist ein ernstzunehmender ökonomischer Faktor! So steigt der Wert einer barrierefreien Immobilie und diese lässt sich besser wiederverkaufen, da der Nutzerkreis vergrößert ist. Volkswirtschaftlich betrachtet können wir es uns in Anbetracht unserer demographischen Entwicklung schon jetzt nicht mehr leisten, nicht barrierefrei zu bauen! BF sorgt letzten Endes für mehr Beschäftigung und weniger Arbeitslosigkeit und für weniger Fehl- und Ausfallzeiten von Arbeitnehmern, wenn nicht nur der private Wohnbereich sondern auch der öffentliche Raum sowie die Arbeits- und Freizeitstätten barrierefrei (um)gestaltet werden. Dabei liegen die hartnäckigsten Barrieren nicht in der betonierten Umwelt sondern in unseren Köpfen begraben: Lebenslanges Lernen in Verbindung mit einer angstfreien, vorurteilslosen, persönlichen Offenheit sind die Voraussetzungen für gute Ergebnisse - sowohl in der Beratung und Planung als auch in der gesamten übrigen Realisierungskette. Vom Politiker über den Entscheider (Auftraggeber), den Planer und Ausführenden (Auftragnehmer) bis hin zum einfachen Bauarbeiter oder Auszubildenden auf der Baustelle muss die BF kommuniziert werden, da sonst das Ergebnis gefährdet ist - eine Kante oder ein paar Prozent Gefälle zuviel machen die BF bereits zunichte. Menschliche Integration sollte dabei bereits in der Kindererziehung, also in der Familie, im Kindergarten und in der Schule ganz selbstverständlich (vor)gelebt werden, um den Boden für BF und DFA zu bereiten und unsere Gesellschaft diesbezüglich positiver und entspannter zu stimmen.
Barrierefrei Bauen heisst dabei längst nicht nur, die genannten DIN wie ein Kochrezept anzuwenden - es geht vielmehr darum, die tatsächlichen Bedarfe der zukünftigen NutzerInnen zu ermitteln, zu verstehen und dementsprechend zu planen und zu bauen - dieses Fachwissen und das entsprechende Handwerkzeug wird angehenden PlanerInnen während ihres Studiums in Deutschland jedoch kaum vermittelt. Leider.

In diesen Themenbereichen sind Vorträge, Fortbildungen und Sensibilisierungsworkshops in Sachen Beeinträchtigung und BF bzw. DFA überaus wichtig - gleichermaßen für Studierende, Fachleute und Betroffene, für Entscheider, Politiker und interessierte BürgerInnen. Erfolgreich von mir/uns geschult wurden bereits Hoteliers und Gastronomen, Tourismusanbieter, Stadtverwaltungen, Kollegen und Studierende.

Die Philosophie und Vorgehensweise des DFA setzt dem Bestreben der BF die Krone auf: Die zukünftigen NutzerInnen werden in den gesamten Planungs- und Entstehungsprozess mit eingebunden. Natürlich benötigt diese Vorgehensweise mehr Zeit und damit Geld, doch ist die Akzeptanz und Funktionalität ihrer Ergebnisse unübertroffen.


Fotografie von T. Päschel

(Privat)Gartenplanung
In einem (zukünftigen) Gartengelände steckt oft mehr Potential, als der Besitzer erkennt - Zeit- und Kostendruck versperren schnell den Blick auf weitere, aufwändigere Möglichkeiten. Wovon träumen Sie? oder: Wovon haben Sie früher geträumt?, Was würden Sie (insgeheim) gerne einmal in Ihrem (zukünftigen) Garten tun können? In der Hängematte zwischen Obstbäumen schaukeln, im eigenen Schwimmteich baden oder stilvolle Gartenparties feiern? Möchten Sie Obst und Gemüse ernten können, ohne dass Ihr Pflegeaufwand explodiert - oder für dekorativen Hausschmuck floristisch aktiv werden, also attraktive Blätter, Blüten, Früchte, Samen und Zweige ernten können? All das ist möglich - mit einer gründlichen Planungsphase, dem richtigen Pflegekonzept und ggf. einer stufenweisen Realisierung. So können auf Dauer auch Wunschvorhaben realisiert werden, die anfänglich unmöglich erschienen.

Auch bei Ihnen zu Hause ist eine entsprechend individuelle Gartengestaltung möglich. In der Regel wird ein Festpreis vereinbart, der zwei Besprechungstermine sowie das Anfertigen mehrerer Vorentwurfsskizzen beinhaltet. Bei den meisten Hausgärten liegt dieses Pauschalhonorar zwischen 300 und 600 EUR brutto. Auf Wunsch kann zusätzlich ein Entwurf der von Ihnen ausgesuchten "Traumlösung" gezeichnet werden sowie eine Bepflanzungsplanung vorgenommen werden.

Wenn Sie selber gerne lernen würden, einen Gartenentwurf zu entwickeln und zu zeichnen und/oder eine Beetbepflanzung zu planen, so können Sie hierbei gerne angeleitet werden (in diesem Fall wird die Dienstleistung nach Stunden abgerechnet).

Planung und Beratung sind auch über größere Distanzen möglich - Telefon und Email, digitale Filme und Fotos machen es möglich!

Mit einem fähigen Partner aus dem Garten- und Landschaftsbau an Ihrer Seite können Sie bestimmen, ob Sie während der Bauphase mitarbeiten möchten oder nicht - auch fachkundige Anleitung zum Selberbauen kann eine Variante der Realisierung sein.

Sollten Sie eine Bepflanzung vornehmen wollen, so kann Ihnen beim Pflanzenkauf, dem Ausstellen der Pflanzen sowie dem Pflanzen selbst geholfen werden.

Nach der Realisierung Ihres Gartens (durch Dritte) können Sie in Sachen Erhaltungspflege, Ausstattung und Weiterentwicklung weiter beraten werden, sofern dies noch nicht geschehen bzw. nötig ist.


Silke Schwarz bei der Gartenarbeit neben dem Trockenmauer-Hochbeet mit bewachsenem Sitzrand

Reges Tierleben im Garten
Auf dem gesamten Klostergelände und in meinem Garten tummelt sich vielfaches Getier.
Ich kann Vögel (bspw. Schleiereulen, Schwanzmeisen, Bunt- und Grünspechte, Zaunkönige, Braunellen, Stieglitze, Rotkehlchen, Baumläufer, Kleiber...) und kleinere Säugetiere (Fledermäuse, Eichhörnchen, Kaninchen, Hasen, seltener Füchse und: Mäuse aller Art!) beobachten.


Eine junge Kohlmeise ist erstaunlich zutraulich

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